Was ein Mensch andauernd besitzt, womit er fortwährend verkehrt, das wirkt auch auf ihn fortbildend zurück, das gibt ihm Haltung, Ernst und Würde, einen festen Anknüpfungspunkt im Leben.
Bogumil Goltz
Der große Haufen hat Augen und Ohren, aber nicht viel mehr, zumal blutwenig Urteilskraft und selbst wenig Gedächtnis.
Arthur Schopenhauer
Da erwiderte mir gestern ein Herr aus Bremen: Wie? Sie bedauern den Tod eines Seehundes? Ausrotten müßte man diese Tiere. Glauben Sie etwa, sie seien nützlich? Sie sind die ärgsten Fischräuber, die es gibt, ganz schädliche, unnütze Geschöpfe! Ich dachte an die feuchten dunklen Augen der gutmütigen Tiere und sie erschienen mir weit liebenswerter als diese Anschauungen eines Pedanten, dem sich sein eigenes grenzenloses Räubertum als Mensch so ganz und gar von selbst verstand.
Christian Morgenstern
Heftige Gefühlswallungen hinterlassen eine Leere, eine Niedergeschlagenheit, die dem Schmerze gleicht.
Constance zu Salm-Reifferscheidt-Dyck
Rudi Dutschke wäre der Einzige gewesen, der Ulrike Meinhof davon hätte abhalten können, in den Untergrund zu gehen.
Erich Fried
Wenn man einmal einen Menschen richtet, dann muß man es mit Kenntnis aller Umstände tun.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Die Sanduhren erinnern nicht bloß an die schnelle Flucht der Zeit, sondern auch zugleich an den Staub, in welchen wir einst verfallen werden.
Georg Christoph Lichtenberg
Als Kind ist einem doch die Welt ziemlich klar und wenn man stirbt, weiß man gar nichts.
Hans-Joachim Kulenkampff
Eine perfekte Tragödie ist die nobelste Produktion der menschlichen Natur.
Joseph Addison
Liebe schließt von innen auf.
Manfred Hinrich
Ein Drittel der Beherrschten träumt vom Selberherrschen.
Auf den Hund gekommne Liebe hat ein Knurrverhältnis und Schwierigkeiten beim Umsteigen auf den Menschen.
Männer besitzen mehr Körperkräfte, doch gäbe es nicht diese falschen Schönheitsauffassungen, dann würden die Frauen ihren Körper genügend stärken, um sich ihren Lebensunterhalt verdienen zu können, da allein dies die wahre Unabhängigkeit bedeutet.
Mary Wollstonecraft
Der Verstand unterscheidet zwischen möglich und unmöglich, die Vernunft zwischen sinnvoll und sinnlos. Dem Menschen wäre geholfen, wenn seine Vernunft ihn dazu brächte, das Mögliche zu unterlassen, wenn es sinnlos ist, aber das Unmögliche zu versuchen, wenn sein Sinn darin besteht, die Würde und Unabhängigkeit des Menschen zu begründen.
Max Born
Eine Sache ist nicht unbedingt richtig, nur weil jemand dafür gestorben ist.
Oscar Wilde
Die wahre Wissenschaft und das echte Studium der Menschheit ist der Mensch.
Pierre Charron
Nur mit Masken wahrt man sein Gesicht.
Stefan Schütz
Welttheater: Jeder spielt seine Rolle; es spielt keine Rolle, welche.
Walter Ludin
Nicht jeder, der Tiere mag, ist ein Tierfreund, sagte der Vegetarier.
Werner Mitsch
Man ist immer fähiger, eine gute Idee zu fassen, als sie auszubilden.
Wilhelm Ludwig Wekhrlin
So ziemlich das Unstabilste, was es gibt.
Wolfram Weidner